November 2017, Veröffentlicht in blog, Spiritualität

Workshops // Teilen, Wachsen & Verbinden

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Seit meinem Aufenthalt im Ashram im August habe ich ein intensives Bedürfnis nach „mehr“. Mehr Energie. Mehr Wachstum. Mehr Transformation. Dieses Verlangen nach einer fortschreitenden Bewusstseinsentwicklung hat mich zur Teilnahme an verschiedenen Workshops inspiriert, von denen ich im Folgenden erzählen werde.

BACK TO REALITY

Die Rückkehr in das Düsseldorfer Stadtleben aus der nahezu perfekten Welt des spirituellen Ashrams in der Türkei war ernüchternd. Die ersten Wochen startete ich noch hoch motiviert mit der Absicht, alle dort erlernten Praktiken in meinen Tagesablauf zu integrieren, was sich jedoch nach kurzer Zeit als sehr mühselig herausstellen sollte. Ehe ich mich versah, hatte mich die monotone Alltagsstruktur wieder fest im Griff und ich musste lernen, dass auch das zum Leben dazugehört.

Die darauffolgenden Monate sollten mich lehren, wie sich das Ausloten von Extremen anfühlt. Leichtigkeit und Schwere reichten sich beinahe im täglichen Wechsel die Hand und ich taumelte zwischen Euphorie und Niedergeschlagenheit. Es gab Momente, in denen ich mich am liebsten ganz tief unter meiner Bettdecke verkrochen hätte und andere, in denen ich voller Glück die ganze Welt hätte umarmen wollen. Geblieben ist die Erkenntnis, dass alles schwer ist, bevor es leicht wird und das sich Schwächen in Stärken verwandeln können.

NO PAIN NO GAIN

Die Aussicht auf die, zum Teil schon vor langer Zeit geplanten und teils sehr spontan ausgesuchten, Workshops lies mich frohlockend in die bevorstehenden Wochen blicken. Doch wie es in den Wunschvorstellungen der meisten Menschen der Fall ist, malen wir uns nur das wunderschöne Endprodukt aber nicht den Weg dorthin aus. Merke: Wenn du dir etwas wünschst, dann sei auch bereit, die damit verbundene Lektion anzunehmen.

#1

Im September begann ich also mit einer Hangab-Inversion-Session {flying savasana}, bei der man über einen Seilzug an den Füßen kopfüber aufgehängt wird. Ziel ist eine Art Reset im Gehirn zu bewirken und die Möglichkeit, körperliche und emotionale Blockaden zu lösen. Zum Zeitpunkt der Sitzung befand ich mich gerade in einem meiner Tiefs und ging mit deutlich zu hohen und konkreten Erwartungen an die Methode und meine mitgebrachte Intention heran. Die Tage nach der Session hatte ich letztlich einen kleinen Zusammenbruch, der aber wichtig für meine Neuorientierung war. Man könnte sagen, ich wurde relativ unsanft resetet.

#2

Im Oktober dann stand mir eine Workshop-Woche bevor, in der ich innerhalb von acht Tagen drei verschiedene Workshops besuchen sollte. Dieses Mal ohne Erwartungen und mit freudiger Neugier ging es in den ersten Workshop zum Thema »Feminine Energy Awakening« mit Julia von rolling tiger. Ein Abend, der ganz der weiblichen Kraft und Themen wie Mutterlinie, AhnenInnen und Gebärmuttermeditation {womb healing} gewidmet war. Dieser Zirkel hat mich zutiefst berührt und unter anderem meine Kreativität hinsichtlich des Schreibens erweckt.

#3 + #4

Einige Tage später hatte ich eine Einzelbehandlung in Rebirthing|Pulsation mit Deva Avani, was man wohl am ehesten als eine bio-energetische Körperarbeit beschreiben kann. Es wurde eine spezielle Atemtechnik genutzt, um bewusst in verschiedene Körperbereiche zu atmen und vermehrt Energie dorthin zu schicken, wo mögliche Blockaden sitzen. Das simple Ein-und Ausatmen und bei sich bleiben, hat meine Körperwahrnehmung unheimlich geschult und im Nachhinein Türen geöffnet, die lange verschlossen waren. Da Avani auch einen Workshop zum Thema JOY {journey of you} mitgebracht hatte, habe ich diesen drei Tage später selbstverständlich auch noch belegt. JOY enthielt unter anderem Bestandteile der Atemtechnik, die ich ja bereits kannte und eine Kombination von verschiedenen Meditationstechniken. Nach vier Stunden abschließender intensiver Arbeit beendete ich meine Workshop-Serie.

VERWUNDBARKEIT & TRANSFORMATION

Die eigentliche Arbeit begann erst Tage später. Ich habe die Wirkung und möglicherweise auch die Verbindung der verschiedenen Ansätze so empfunden, als ob ich etwas in mir öffnen konnte. Lange Zeit war ich nicht gewillt, mich schmerzhaften Erinnerungen zu stellen. Habe es vermieden, zurückzuschauen auf Erfahrungen, die mich tatsächlich noch massiv im jetzt beeinflussen. Ich wollte vorwärts gehen, doch ohne das Leid zu integrieren. Habe eifrig „Herzöffner“ praktiziert und das Schöne & Gute in mir bestärkt. Um am Ende zu erkennen, dass erst die Akzeptanz der eigenen Schatten den Weg für die Veränderung bereitet.

Auf den alten Ballast, der mit einem Mal so unerbittlich an die Oberfläche gespült wurde, war ich nicht vorbereitet. Und doch war der Moment des Teilen mit anderen Menschen so heilsam und befreiend, dass in mir eine tiefe Selbsterkenntnis erwuchs. Die Workshops haben einen Weg geebnet, mich mit meinem Schicksal zu verbinden. Plötzlich war die Chance da, die selbst errichteten Barrieren herunterzureißen und den Geist zu lüften für mehr Fülle, mehr Frieden, mehr Liebe und mehr Wahrheit. Ich war in der Lage, all das zu umarmen. Um mich dann zu verabschieden von den destruktiven Verhaltensmustern, die mich viel zu lange begleitet haben.

ERKENNTNIS

Was auch immer mit dir in Resonanz geht, was auch immer sich aus dir lösen möchte – deine Körperweisheit wird dich leiten, deine Intuition dich führen.

Die Phasen des Suchens sind die Phasen der größtmöglichen Entwicklung. So geht jedem Neubeginn ein Ende voraus. Jeder Fülle eine Leere. Und jedes Leid führt letztlich zu einem Gewinn.

#liveyourtruth


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Carola Kreuels

staatlich geprüfte Masseurin

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